Blogparade #MehrMUTfürLehrer: Unser erstes Souvenir von der Blogfamilia

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Am Freitag waren Deva und ich auf der Blogfamilia. Dieses Event war so unfassbar toll, dass wir dafür einen eigenen Beitrag schreiben werden, nun aber schon einmal eine Idee, die in einem Workshop u.a. mit Béa Beste und anderen Bloggern entstand:

Wir erheben unser Wort für Lehrer:

In einer Diskussionsrunde auf der Blogfamilia haben wir festgestellt, dass die Lehrer es nicht leicht haben. Was ja generell nichts Neues ist. Wobei vor allem der mangelnde Respekt, insbesondere in den Haupt- aber auch Realschulen, den Lehrern schwer macht, überhaupt Unterricht zu halten. Dies liegt neben den Schwierigkeiten der Eltern, aus welchen Gründen auch immer, sich nicht genügend und respektvermittelnd um ihre Kinder kümmern zu können, daran, dass gerade die Schüler der Haupt- und Realschulen nicht mit dem Schul- und Unterrichtssytem der staatlichen Schulen zurecht kommen. Und einen anderen Zugang zum Lernen brauchen. Neugierig und lernbegierig sind alle Kinder von „Natur aus“.

Zudem hängt den heutigen Lehrern an staatlichen Schulen, immerzu ein imaginäres Damoklesschwert über den Köpfen hängt. Denn es gibt so viele Regeln, die sich wie ein Korsett um die Energien der Lehrer schließen, dass ein Lehrer nicht viel mehr machen kann, als wie der Lehrplan vorgibt. Möchte ein Lehrer mal das System durchbrechen, muss er viel zu viel erklären, beantragen und mit dem staubigen System anecken (…“das war noch nie so!“), so dass er es gleich sein lässt und Ideen schneller wieder begräbt als wie wir bis drei zählen können.

Aus eigener Erfahrung können wir natürlich auch positive Beispiele nennen, also Schulen, an denen Lehrer dank einer sehr aufgeschlossenen Leitung sehr viel Spielraum haben. Wir möchten diesen Zustand gerne allgemein an Schulen vorfinden:-)

Uns geht es also um den MUT, den viele Lehrer brauchen, um das Schulsystem zu entstauben und lebendiger werden zu lassen:

  • Lehrer sollen den MUT haben, ihre Ideen einzubringen. Ohne Angst vor irgendwelchen Verfahren, weil sie aus dem Rahmen fallen.
  • Den MUT dazu, andere Wege zu gehen, als die plattgetretenen ausgetrockneten Trampelpfade, die Generationen von Lehrern vor ihnen gingen.
  • Den MUT, sich bunt und kreativ zu zeigen, zu zeigen, wie sie sind.
  • Den MUT, konstruktive Kritik am System auszuüben, wenn diese berechtigt ist.
  • Den MUT, sich nicht zu verstellen und mit dem Herzen nach außen zu gehen.
  • Den MUT, den Respekt und die Wertschätzung aller Eltern ihrer Schüler einzufordern.
  • Und den MUT für alles, wofür die Lehrer sich selber gerne mehr MUT wünschen.

Nicht zuletzt wünschen wir allen Lehrern, dass ihnen wieder der Respekt und die Wertschätzung entgegengebracht wird, die ihnen zustehen. Und dass sie von der Verantwortung für die „Erziehung“ ihrer Schüler frei gemacht werden. Es ist nicht ihr Job!

Ganz liebe Grüße an alle Leser, insbesondere alle Lehrer unter ihnen.

Und die Blogger sind hiermit aufgerufen, sich unter dem Hashtag #mehrMUTfürLehrer an dieser anbahnenden Welle zu beteiligen:)
Eure Mira und Deva

Beitragsbild: ESB Professional / shutterstock

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