Die Blogtacular in London – Unsere Reise zur Bloggerkonferenz in England

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Heute vor einer Woche flogen Deva und ich nach London. Denn wir hatten Tickets für die große Bloggerkonferenz Blogtacular ergattert, die am Samstag stattgefunden hat. Ihr glaubt nicht, wie dermaßen aufgeregt ich war!!! Nicht nur vor der Sprache habe ich ein wenig Sorge gehabt (völlig unbegründet), auch wegen den Anschlägen eine Woche vorher war ich nervös. Außerdem war ich so wahnsinnig neugierig auf die Blogger aus England, ich wäre die Woche vor unserer Reise fast geplatzt! Vorfreude ist einfach schön:)

Der Flug war sehr angenehm, es ist ja echt nur ein Aufsteigen mit ziemlich direktem Landeanflug;)

Da wir schon Vormittags in London landeten, begannen wir mit einer kleinen Erkundungstour. Wir liefen durch die Stadt und standen mit einem mal genau an der Stelle, die ich unbedingt meiden wollte: Der London Bridge, auf der es den Anschlag mit dem Lieferwagen gab.

Wir standen vor einem riesigen Blumenmeer und sahen junge Menschen, die zum Trauern her kamen. Ein Mädchen um die zwanzig wurde von ihren Eltern an beiden Seiten gestützt, als sie auf die Gedenkstelle zu lief. Mir liefen tausende Schauer den Rücken herunter, denn diese Trauer, die so unermesslich sein muss, war zum greifen.

Was uns viele fragten, als sie hörten, dass wir nach London fliegen: Wie ist es, sich zu diesem Zeitpunkt dort aufzuhalten?

Meine Antwort: Ab dem Zeitpunkt, an dem dort landeten, spürte ich eine enorme Sicherheit. Wirklich, es gab bis auf einen (eher lustigen) Vorfall nicht eine Sekunde Grund zur Beunruhigung! Die Stimmung ist sehr gelöst, wenn man nicht gerade an den Unglücksstellen ist. Ein wenig ist eine Euphorie in der Luft: London zeigt der Welt, die stark diese Stadt ist.

Bereits Freitag Abend gab es ein erstes Event von Blogtacular: Die WestElm Party. Das WestElm ist ein absolut erwähnenswertes Einrichtungshaus im Zentrum von London. Ich war in so viele Teile schockverliebt!

Die Party war eine tolle Gelegenheit, um sich vorsichtig an die anderen heran zu schnuppern. Die Blogger hier sind großteils sehr extrovertiert, offenherzig und gut gelaunt, dass es sehr leicht war, mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Aber auch die Worte „schillernd“, „bunt“ und „exravagant“ konnten wir mehreren zuordnen:) Die Stimmung war sehr angenehm fröhlich, nicht aufgesetzt und nicht steiff. Und ich persönlich empfand es ein wenig so, als wenn weniger Neid in der Luft liegen würde.

Nach der Party spazierten Deva und ich direkt zum Hotel, weil wir so unfassbar müde waren und freuten uns auf den kommenden Tag.

Und dann war es endlich so weit:

DER TAG DER BLOGTACULAR WAR GEKOMMEN!

Als wir den Veranstaltungsort am Samstag Morgen erreichten, waren wir ziemlich verblüfft über die Ausmaße, den vielen Platz und das Essen, welches bereits beim Frühstück sehr ausgiebig war. Es gab jede Menge Kaffee, Snacks, Kaltgetränke, Süßes… Einfach umwerfend.

Und erschlagen waren wir auch davon, wie viele Blogger hier waren! Kein Vergleich zu der Party am Vorabend, bei der ich schon dachte „Wow, das sind mal viele…!“.

Und dennoch hatte man immer überall genug Platz.
Es gab fünf Konferenzräume und einen wirklich spannenden Sessionplan. Aber zunächst wurde die Konferenz mit einer Keynote eröffnet, an der alle gemeinsam teilnahmen:

Zwischen den Sessions waren immer ca. 30 Minuten Pause, so dass man genug Zeit zum Plaudern hatte. Die Zeit verbrachten wir auch sehr gerne auf dem „Markt“, auf dem ein paar Stände ihre vorwiegend DIY-Produkte vorstellten. Ein wenig wie ein Dawanda-Markt.

Auch Bücher gab es, wovon ein paar in meine Reisetasche wanderten:

 

In den Sessions konnte ich erleichtert feststellen, dass mein „Schulenglisch“ vollkommen ausreicht, um fast alles zu verstehen. Jedoch muss ich gestehen, dass ich bei allen Sessions nach rund 45 Minuten ein Schwirren im Kopf hatte, und dem Ende entgegen fieberte, da mir ganz flau vor lauter Konzentration wurde.

Das ist sicher anders, wenn man noch öfter Englisch hört;)

Ein Fazit zu den Sessions kommt gegen Ende, ich bin jedenfalls beeindruckt von der Kompetenz unter den Bloggern auch darin, nicht um den heißen Brei herum zu reden.

Am Ende kamen wir noch in den Genuss eines Adobe Vortrags, welcher uns im Bezug auf das Elternblogger-Jahresheft sehr helfen wird. Auf jeden Fall wissen wir nun, dass Adobe-InDesign das richtige Programm dafür ist.

Nach der Abschluss-Keynote, zu der wieder alle zusammen fanden, gab es ein riesiges Gruppenfoto. Das habe ich oben eingefügt, ihr könnt dort sehen, wie unfassbar viele Blogger da waren:)

Beim Ausgang bekam jeder eine Goodiebag, und schwupps waren alle in sämtliche Himmelsrichtungen (bzw. U-Bahn-Stationen) verschwunden. Und ich so müde, dass ich einfach nur noch ins Bett wollte. Mit heftigen Kopfschmerzen aber sehr glücklich.

Mein Fazit:

  • Auch die Englischen Blogger sind wegen dem Followerwachstum auf Insta und Facebook verwirrt, es gibt auch dort das schreckliche „Follow-Unfollow“-Spiel…
  • Genau so kennen sie die nervigen Diskussionen um „do-follow“ Links:-P
  • Während man hier noch über Businesspläne und Redaktionspläne redet, ist man in England davon wieder abgerückt. „Blogging by heart“ ist in aller Munde, man ist von Plänen und Strukturen ermüdet und hat erkannt, dass man mit weniger Struktur authentischer wirkt
  • Es gab nicht eine Session zu SEO. Das Wort nervt alle ungemein, man will davon nichts mehr hören.
  • Es gilt: Instagram ist KEIN BLOG. Ein Blog ist wie ein Baby, kein sonstiger Kanal kann einen Blog ersetzten. Und die Instagram-Sterne werden kein langes Leben haben, vermutet man. Instagram ist ein grandioses Plus zu jedem Blog. Und sollte genau so gesehen werden.

Danke an das Team von Blogtacular, die ein riesiges Event organisiert haben, dem es an absolut nichts fehlte!

Und danke an Deva, der mir das Vertrauen dazu gab, nach London zu fliegen. Neben dem Fliegen und der Sprache ist auch eine Großstadt für mich eine riesen Überwindung… Und es war einfach nur großartig!

Ich kann jedem Blogger empfehlen, sich mal ein Event in einem anderen Land anzuschauen. Es ist nicht nur die Mentalität, die dort anders ist, auch die Sichtweise auf das Bloggen selbst macht den Unterschied.

Liebe Grüße an Euch alle!

Eure Jetlag geplagte (ja, eine ganze Stunde macht den irren Unterschied^^) Mira

 


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