Für Euch ausgekramt: Astrid Lindgren und „Gewaltfreie Erziehung“

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Hier ihre Worte:

Jenen aber, die jetzt so vernehmlich nach härterer Zucht und strafferen Zügeln rufen, möchte
ich das erzählen, was mir einmal eine alte Dame berichtet hat. Sie war eine junge Mutter zu der
Zeit, als man noch an diesen Bibelspruch glaubte, dieses „Wer die Rute schont, verdirbt den
Knaben“.
Im Grunde ihres Herzens glaubte sie wohl gar nicht daran, aber eines Tages hatte ihr kleiner
Sohn etwas getan, wofür er ihrer Meinung nach eine Tracht Prügel verdient hatte, die erste in
seinem Leben. Sie trug ihm auf, in den Garten zu gehen und selber nach einem Stock zu suchen,
den er ihr dann bringen sollte. Der kleine Junge ging und blieb lange fort. Schließlich kam er
weinend zurück und sagte: „Ich habe keinen Stock finden können, aber hier hast du einen Stein,
den kannst du ja nach mir werfen.“
Da aber fing auch die Mutter an zu weinen, denn plötzlich sah sie alles mit den Augen des Kindes.
Das Kind musste gedacht haben, „Meine Mutter will mir wirklich weh tun, und das kann sie ja
auch mit einem Stein.“

Danke für diese Worte und das legen der Grundsteine für die gewaltfreie Erziehung 🙂

 


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