Hochsensibel – und trotzdem in dieser Welt überleben. Und: Per Routine in den Tod.

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Ihr Lieben,

da mein letzter Beitrag zum Thema Hochsensibilität einige Zeit her ist, werde ich Euch heute nun endlich wieder über unsere Konflikte / Errungenschaften mit dem Thema „HSP“ (hochsensible Persönlichkeit) informieren.

Wie ich bisher bereits durchblicken lassen habe, ist es nicht leicht, mit dieser Eigenschaft zurechtzukommen. Insbesondere dann, wenn man keine Ansprechpartner hat, die einem Ratschläge weitergeben oder einfach nur mal verstehen, was es heißt, hochsensibel zu sein.

Also, was habe ich nun in den letzten Monaten dazu gelernt?

Eine besonders schwierige Sache ist die Berufsfindung, denn wie die meisten andren Menschen auch, möchte ich in meinem Job Bestätigung und Entwicklung erleben. Hier kann es nun schnell passieren, dass HSP´s in einen Strudel geraten, der sehr gefährliche Auswirkungen haben kann:

Es ziehen die Kräfte des Ehrgeizes und die der eigenen Bestimmung so lange an einem herum, bis man wahrlich zerbricht.

Genau das ist mir vor kurzem passiert.

In einem Job, der aus purer Routine besteht, sind Menschen mit einer Hochbegabung ständig unterfordert. Und bestimmt die meisten Menschen auch, die eine gewisse Grundintelligenz besitzen.

Aber wer glaubt denn schon, dass man aus Unterforderung einen leeren Kopf bekommt??? Bore Out ist nun wirklich nicht in aller Munde. Und Bore Out heißt ja keineswegs, dass man NICHTS zu tun hat. Nur: Man muss den Kopf nicht anstrengen, weil alles so automatisiert läuft…

Ich jedenfalls hätte das bis vor kurzem nicht gedacht. Um genau zu sein: Ich hätte bis jeden belächelt, der mir mit Unterforderung / Bore Out kommt, weil ich geschlussfolgert hätte, dass derjenige sich nur nicht genug Arbeit holt und faul ist.

Aber: Ich erinnere hier einfach einmal an ein Zitat von Paulo Coelho, der sagte:

Wer glaubt, Abenteuer seien zu gefährlich, sollte es mit Routine versuchen. Sie ist tödlich.

Ein weiterer Faktor ist, dass hochsensible Menschen Ruhe in ihrer Umgebung benötigen, um die vielen Sinneseindrücke (bei mir: die Stimmung der Kunden am Telefon sowie deren Sorgen…) beruhigen zu können.

Ist dies nicht gegeben, werden HSP´s überreizt. Es muss also jederzeit eine Reizarme Umgebung greifbar sein, um die eigenen Filter zu reinigen.

Mein persönlich wichtigster Punkt jedoch ist die Frage der Begabung, die nicht nur hochsensible Menschen betrifft:

Hat ein Mensch Begabungen, die sehr ausgeprägt sind und setzt von dieses beruflich nicht eine einzige um, so wird er stumpf, still und erstarrt. 

Es ist also kein Wunder, dass viele Menschen, die mehr als sechs Stunden am Tag (teilweise ja sogar mehr als 10…!) ihre Energien unterdrücken, krank werden.

Man erkennt es zum Beispiel an der Zahl der depressiven Erkrankungen, welche in den letzten Jahren so wahnsinnig ansteigen, dass es langsam beängstigend wird.

Und wenn man bedenkt, dass 10% oder mehr aller Menschen hochsensibel sind, wunder mich das keineswegs.

Wie viele Menschen also gehen einem Beruf nach, der von den persönlichen Stärken her absolut nicht passt?

Wie viele Menschen erstarren geistig vor lauter ROUTINE???

 

Ich weiß im Moment noch nicht, wie ich meine Fähigkeiten einsetzen kann. Dass ich gut „mit Menschen kann“, ist ja nichts besonderes, und das Scannen von Befindungen wäre ja eigentlich in der Medizin / Psychologie gut einsetzbar.
Aber dafür hätte ich studieren müssen…

BUTLERS BLACK & WHITE Rahmen Do what you love

 

Ich bin gespannt, was Ihr dazu sagt!

Liebe Grüße

Eure Mira

 


2 Comments

  • miho

    2. November 2014

    Ich habe bewusst einen Arbeitsplatz, der mich geistig nur mäßig bis gar nicht fordert – ich verwende meine geistige Energie ganz bewusst auf mein Hobby. Der Job ist nützlich, um die Gedanken zu ordnen und zurückzusetzen. Ich bin glücklich in meinem Job und dankbar, dass er mir die Möglichkeit für diesen Reset gibt. Ich lebe nicht um zu Arbeiten, sondern ich arbeite um zu Leben. Ich mache mir das ganz bewusst klar, meine innere Einstellung hat sich zu vielen Dingen mit dieser Erkenntnis stark verändert.

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