Lass los Mira… Lass los und habe Vertrauen in die Erzieher!

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Es ist so schwer, sagenhaft und unbeschreiblich schwer!
Es tut schrecklich weh und macht es auch nicht gerade leicht, morgens den Weg zur Arbeit anzutreten.

Wovon ich rede?
Das Abgeben meines Kindes in der KiTa, mein kleines Baby, das so zart besaitet ist, dass man manchmal meinen könnte sie zerbricht an allen Veränderungen.

Ich weiß, die Erzieherinnen dort sind großartig, und Püppilotta liebt sie:) Nun ja, dennoch ist der Anblick meines weinenden, verzweifelten Mäuschens ein Albtraum!!!

Aus dem Bauch raus würde ich sie sofort wieder einpacken, trösten, die Tränen von der Backe küssen und im Arm nach Hause tragen. Dort warmen Kakao kochen und sie nur noch im Arm tragen.

Aber: Heute musste sich der Verstand durchsetzen, denn es war ja mein erster Arbeitstag nach über zwei Jahren Auszeit… (Dort war es im Übrigen heute großartig!!! Hachz, meine Kollegen und der Wechsel tun gut!!)

Und so hatte Mamas Bauchgefühl heute Ruhepause.
KLAPPE! HÖR AUF, BLÖDES BAUCHGEFÜHL!!! HALT DOCH BLOß DEN MUND!!!! Ich will einfach nur ohne schlechtes Gewissen arbeiten gehen…
Das hat dann auch gut geklappt.
Aber die Ernüchterung kam dann am Nachmittag, als ich meinen Engel bei der Oma abgeholt habe:
Püppilotta kreischt und heult los, sobald ich sie vom Arm lasse. Geht gar nicht.

Einkaufen? – Nur mit Püppi auf dem Arm.
Noch kurz Mails checken? Püppi dreht die Sirene wieder auf, denn sie braucht heute die absolute UNGETEILTE Aufmerksamkeit…
Kakao kochen? Abermals mit Püppi auf dem Arm.
Ins Krankenhaus wegen so nem blöden Sturz aus der Dusche heut morgen: Nicht ohne Püppi (…)

MIST.
Ich hatte so gehofft, dass sie spätestens dann, wenn ich wieder in den Job zurückkehre, glücklich im Kindergarten ist, und es gut wegsteckt.

DENKSTE.

Nicht mit meinem Kind.

So. Und weil ich ahne, wie es morgen früh zugehen wird (den Duschausrutscher mal ausgenommen^^), gehe ich jetzt schlafen. Püppi ist auf meinem Arm eingeschlafen. Und ich würde sie am liebsten nie wieder aus diesem hergeben.

Gute Nacht,
Eure einerseits glückliche und andererseits schwermütige


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  • Susanna Mariani

    3. Juni 2014

    Oh du sprichst mir aus der Seele 🙁 es zerreißt mich weiterhin jeden Tag und ich sitze mit einem chronisch schlechten Gewissen auf der Arbeit…
    Aaaaber dennoch, ich bin der Meinung ich hätte ihr in der Zeit Zuhause niemals diese ganzen tollen Dinge die sie dort lernt zeigen können. Sie liebt andere Kinder und ihre kleinen Freunde dort und lernt soviel dazu.
    Und mittlerweile gibt es ganz viele Tage an denen sie mir morgens einfach davon krabbelt und sich nicht mal umdreht oder mittags garnicht nach Hause möchte.
    Eine Erzieherin sagte mal “ sind sie froh das sie so weint wenn sie gehen, das zeigt die so tiefe Verbundenheit zwischen Ihnen und Ihrem Kind“.

    Alles ist gut so wie es ist und unser Mutterherz wird immer weinen bei solchen großen Veränderungen.
    Alles Liebe und viele Grüße

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