Mutmachparade – über Mutwut, Muthaber und Mutverlierer. Also uns.

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Meine lieben Leser:)
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Zum Wochenende möchte ich euch mal wieder etwas zeigen, dass ich dank der Welt der Social Media gefunden habe:
Und zwar den Blog http://www.jazzblog.de/

Johannes schreibt hier seine Gedanken zu den Themen Kunst, Gesellschaft und das Leben an sich nieder. Und das mit schönen Worten sowie tollen Fotos, also absolut lesenswert!

Vor zwei Tagen hatte er eine wunderbare Idee für eine Blogparade. Und zwar zum Thema MUT.

Irgendwie fühle ich mich da angesprochen, und mache einfach mal mit! Danke, Johannes für die tolle Vorlage und die Möglichkeit, mitzumachen:)

 

M U T. mut. Muuuut. 

Ein kleines Wort mit gewaltiger Aussage, oder?

Und was ist heute mutig? Vor allem, wenn man über so viele wirklich mutige Menschen liest, kramt man da ziemlich lange, um irgendetwas zu finden, dass man aus dem eigenen Leben berichten könnte…

Welche Menschen ich meine?

Ich nenne einfach mal das Beispiel, dass mich heute erst sehr berührt hat:

Eine Mutter springt mit ihrem 18 Monate alten Baby aus dem dritten Haus eines lodernd brennenden Hauses. Sie lässt sich auf den Rücken fallen, um ihr Kind zu retten.

Das Baby überlebt mit nur einer kleinen Schramme, aber: Die Mutter auch. Sie ist durch die Verletzungen querschnittsgelähmt, aber hat BEIDE Leben gerettet.

 

Oder, ein Vorfall, an den ich vor kurzem noch denken musste, als Püppilotta mit dem Kindergarten in den Wald wanderte:

Vor ein oder zwei Jahren machte in den Medien die Geschichte einer Erzieherin die Runde, die einem Kind aus ihrer Gruppe hinterher sprang, als es in einen Schacht mitten im Wald gefallen ist. Wow. Das nenne ich HERZBLUT und: MUTIG! Das Kind konnte beruhigt werden, und beide wurden von der Feuerwehr wohlbehalten geborgen.

Wenn ich mir vorstelle, dass es mein Kind ist, welches da rein fällt: Ich wäre dieser Frau ewig dankbar!

 

Mutig sind auch die Menschen, die sich trauen, auch dort Zeichen zu setzen, wo man genau weiß, dass es sogar mit dem Tode bestraft werden kann.

Und ich? Wann war ich bisher mutig?

Nun ja. Viele sagen, es war mutig, Püppilotta zu dem Zeitpunkt und den Gegebenheiten zur Welt zu bringen. Aber das wusste ich schon immer, das ein Kind mich nicht ins Unglück bringen würde;)

Mutig war ich, als ich mich bei einer Schauspielschule vorgestellt habe, die einen einzigartigen Ruf hat. Und irgendwie war auch Mut dabei, die angebotene Ausbildung abzulehnen, nachdem ich als Statistin im Theater Trier festgestellt habe, dass ich diesen Beruf nicht ausüben möchte.

 

… ich bin einmal vom Dreimeterbrett gesprungen. Damals stand ich – völlig unmutig- bestimmt 30 Minuten da oben. Aber ich bin gesprungen. Und es war schrecklich, ich habe mir total weh getan (…).

In Hamburg bin ich einmal mit diesem Touristenballon in die Luft gegangen. Okay, es war eher von meinem damaligen Partner mutig, mich dahinein mitzunehmen, er wusste genau wie groß meine Angst in der Höhe ist.

Und ich fand mich unheimlich mutig, als ich mit meinem Papa das erste mal die „Erwachsenenachterbahn“ im Hansaland gefahren bin. Das habe ich übrigens nicht bereut.

 

Mutig bin ich in den Operationssaal gelatscht, hochschwanger und mit dem Bewusstsein, dass ich gleich in der Mitte aufgeschnitten werde. Aber anders wäre meine Maus leider nie aus dem Bauch gekommen.

Und ja: … mutig ist es meiner Meinung nach, mit mir zusammen zu leben. Es erfordert Mut, mit jemandem zusammen zu wohnen, der immerzu verrückte Ideen hat, Hobbys nachgeht, die einen gern mal ins Krankenhaus befördern und beim Kochen herumexperimentiert;)

 

Im Jahr 2009 war ich ziemlich mutig, als ich sehr offen mit meiner Essstörung umging. Vor allem in dem Unternehmen in dem ich arbeite, denn da wollte ich ja auf keinen Fall Gefahr laufen, nicht mehr weiter ernst genommen zu werden. Bereut habe ich es nie, ganz im Gegenteil, es war mir eine riesen Hilfe, es den anderen beweisen zu wollen.

 

Mehr Mut bräuchte ich bei diesen Baustellen:

Selbstständigkeit (nun gut, da fehlen derzeit die  finanziellen Mittel… aber selbst wenn ich diese hätte weiß ich nicht ob es nicht ein zu großes Wagnis wäre…).

In der Liebe.

Im Berufsleben, dass mich in kürze erwartet.

 

Mehr zu mir stehen, weniger abwerten lassen, meinen Weg gehen und es nicht bereuen müssen, zurückzublicken.

Das ist mutig.

Und verdammt, ich will nicht mehr andere darum beneiden müssen, den Mut aufgebracht zu haben, ihrer Intuition gefolgt zu sein.

Vielleicht hilft mir die Mutwut ja doch noch, das alles zu erreichen.

Und vielleicht finde ich irgendwann auch noch einnmal den Mut, erneut ein Kind zu bekommen. Denn derzeit habe ich eine solch große Angst vor den Ereignissen um die Geburt herum, dass ich am liebsten nur noch ein Kind adoptieren würde. Aber mein Bauch sagt: Du wirst es schaffen, und es nicht bereuen.

 

So, mit diesem Gedanken möchte ich nun diesen Beitrag schließen.

Ich lege es allen Lesern nahe, mutig zu sein, und ihrem Herzen zu folgen.

Denn wenn mich nicht alles täuscht, ist es der größte Fehler, den wir nur all zu leicht machen:
DEN RUF DES HERZENS IGNORIEREN. Weil man weniger Risiken eingeht. Oder weil es anders bequemer wäre.

 

Ja, auch ich selber muss einiges ändern, um als Vorbild voran zu gehen. Und ich werde mein bestes geben, versprochen!!

🙂

 

Liebe Grüße

Eure

 

 

 

 

 

 

 

 


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