Noch nie haben Kinder so viel Zuwendung gebraucht – und so wenig bekommen…

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-Achtung Sarkasmus-


 

Liebe Leser,

in den letzten Jahren wurde das Thema „AUFMERKSAMKEITSSTÖRUNGEN“ so tod diskutiert, dass es den aller meisten Menschen wahrlich schon zu den Ohren raus hängt…

ADHS ist die Kinderkrankheit schlechthin, viele Jugendliche nehmen schon Medikamente ein, die gravierende Eingriffe ins Nervensystem mit sich tragen.

Wer nicht ADHS hat ist hochsensibel, wer beides nicht ist, ist Außenseiter etc. …

Kurzum: UNSERE KINDER SIND EINFACH BESCHEUERT???

Hm. Vielleicht sollte man sich mal genauer ansehen, was genau eigentlich in den letzten JAHRHUNDERTEN so in der durchschnittlichen deutschen Kindheit verändert wurde, um einen Vergleich zu bekommen.

Wurden nicht in den 40ern die jüngsten Jugendlichen schon an diverse Fronten geschickt? Mussten damals nicht viele Mädchen mit einem mal einen kompletten Haushalt führen, weil Mutter und Vater nicht mehr da waren?

Waren nicht die Kinder der 60er hierzulande die Kinder der perfekten „Muttis“? Also mit einer Mutter ausgestattet, die zu Hause war, sich um die Kinder kümmerte und den Haushalt schmiss?

Damals wurden eher die Frauen, die unbedingt arbeiten wollten schräg angeguckt.

Fernsehen: Papperlapapp, lang nicht in jedem Haushalt!!!
Computer: Ähm, lassen wir das Thema mal noch so 30 Jahre sein, okay???

Freunde: Traf man auf der Straße oder im Garten, nicht aber virtuell.

Ständiger Begleiter: Kein Handy sondern ein kleines Adressbüchlein mit Zettelwirtschaft;)

Die Blicke der Wartenden an der Bushaltestelle: Auf die Umgebung gerichtet, nicht auf ein Smartphone.
(…)

Heute sieht es im Schnitt so aus:

Wenn Mama zwei Jahre zu Hause bleibt, ist es Luxus, den sich nicht alle leisten können. Die meisten Kinder sehen ihre Eltern MORGENS vorm Kindergarten / der Schule und ABENDS, noch kurz zum Abendessen, bevor alle in ihre Zimmer vor die verschiedenartigsten Bildschirme verschwinden.

Gespräche: Au weia… Papa hat das W-Lan ausgestellt. Wenn Papa alle Familienmitglieder an den Tisch ruft, dann gibt es meist ein Problem.

Bestenfalls wissen die Eltern, wie die Kinder sich in der Schule schicken, ansonsten heißt es von Seiten der Eltern leider sehr oft: „Grad keine Zeit dafür!“ (den ersten Liebeskummer, die Angst vorm Sportunterricht, die strenge Lehrerin…).

Also, was machen die Kinder: Sie suchen sich den Rat unter Gleichgesinnten im Internet.

Sie whatsappen ihren Kummer mit der besten Freundin aus. Und wenn Jugendliche dann doch mal aufeinander treffen, dann muss sich oft erst mal Mut angetrunken werden, um kommunikationsfähig zu werden.

Tja. Ich würde mal sagen: Liebe Kinder, liebe Jugendliche: Ihr habt die A*****karte gezogen!

 

STOPP!!!!

 

Ihr kennt so sarkastische Worte nicht wirklich von mir, oder?

Okay, ich gebe zu, gerade habe ich absichtlich ziemlich schwarz gemalt. Ich wollte gern mal provozieren, um das ABER(…) in Eure Köpfe zu schreiben;)

Zum Glück ist es keineswegs der Standard in den Familien, so wie es oben beschrieben wurde. Die meisten Familien erfreuen sich an vielen gemeinsamen Stunden mit Brettspielen, Basteleien oder Ausflügen.

Und natürlich wird mit Mama auch heimlich über den Schwarm geredet / gelästert / das eigene Ego aufpoliert!!! *g* Aber: Die Problemkinder, da bin ich sehr sicher, die haben oft ein Problem durch zu wenig Aufmerksamkeit und Anerkennung von zu Haus aus. Ja verdammt, wir sind MENSCHEN. MENSCHEN WOLLEN KUSCHELN. Zu mindestens die ersten 10 Jahre der Kindheit. Dann irgendwann ist es uncool.

Kinder müssen die Liebe der Eltern spüren. Sie müssen außerhalb der virtuellen Welt die Kommunikation vorgelebt bekommen. Soziale Kompetenzen kann man nicht am Bildschirm lernen, dafür müssen wir andere Menschen beobachten und: Raus. Und die Knie aufschlagen, den Streit im Kindergartenalter auch mal im Sandkasten austragen. Und ja, so eine Portion Sand in den Augen kann manchem Egozentriker unter den Dreijährigen die Grenzen zeigen;)

Auf die nächsten Sandschlachten und die guten Waschmaschinen der Mamas!!!

Liebe Grüße
Eure Mira

 

 

 

 

 


6 Comments

  • Karsten

    20. August 2014

    Man man.. kurz vorm „STOPP!!“ wollte ich schon direkt runterscrollen und einen bösen Kommentar schreiben. Da fehlten mir einfach die Smilieys. 😉

    Ich sehe das ähnlich mit der Sozialisierung.. Wunden müssen sein, Streit muss auch sein. Und dann darf man gerne auch mal vorn TV oder ein Kinderspielchen spielen. 😀

    Ist das mit den ganzen Zeilenumbrüchen eigentlich Methode oder nur aus Versehen? Es erwschwert das Lesen, wenn jeder Satz im eigenen Absatz steht. 😉

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    • Miramondstein

      20. August 2014

      Hallo:-)
      Danke für den Hinweis mit den Zeilenumbrüchen, überall sollten sie nicht sein, habe gestern den Text vom Handy aus gepostet, da ist das mit dem Formatieren leider immer eher unmöglich:-)

      Liebe Grüße
      Mira

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