Von einem Besuch in der Schweiz, einem gezogenen Zahn und einem zerbrochenen Handy

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Hallo Ihr Lieben, ich bin es mal wieder mit einem Da-wo-ich-war-wächst-kein-Gras-mehr-Beitrag:-P

Denn wie ihr dem Titel dieses Beitrages schon entnehmen könnt, waren Deva, Püppilotta und ich am Wochenende in der Schweiz.

Wir besuchten dort unsere Babytalk – Kollegen, und wollten einige Erfahrungen mit den anderen „Social-Managern“ austauschen, um mal auf den neusten Stand in Sachen Facebook&Co zu bleiben.

Am Sonntag fuhren wir also richtig früh (kurz vor sechs) hier los und steuerten die Schweiz an.

Püppilotta fand nach rund einer Stunde den ersten etwas größer geratenen Hügel im Sauerland und rief laut aus: „Ich sehe schon die Schweiz!“. Nun ja, sie hatte ja keine Ahnung, dass wir noch ein „bisschen“ weiter fahren würden;)

Für die Maus hatte ich einige Hörbücher von Bibi&Tina auf mein Handy geladen und ein Spiel vorbereitet, in welchem sie abhaken sollte, was sie unterwegs alles sieht.

Und so verflog die Fahrt echt wie im Fluge. Aber es war ja auch ein Sonntag, die Autobahnen waren also recht frei:)

Gegen Mittag trudelten wir in Luzern ein und bezogen unser Zimmer in dem Bed&Breakfast. Dort empfahl man uns, UNBEDINGT an die Aufschüttung am See zu gehen bei dem wunderbaren Wetter. Also packten wir unsere Schwimmsachen ein und zogen los. Und hatten einen genialen Nachmittag am „Strand“:

Püppilotta rannte die ganze Zeit den Strand rauf und runter und holte ihre Bewegungsration nach. Anschließend gingen wir in die Altstadt von Luzern um etwas zu essen.

Und da passierte es:

Beim Biss auf eine (mitnichten knochentrockene) Pizzakruste machte es laut KNACKS.

Und ich spürte, dass es plötzlich in meinem Mund klapperte. Mein Backenzahn oben links war durchgebrochen und in mir kroch die pure Panik hoch.

Per Google fand ich eine Zahnarzt-Notfall-Hotline, unter welcher sich aber den ganzen Abend keiner meldete. So rannte ich etwas ratlos durch Luzern und erkundigte mich in einer Apotheke nach einer Anlaufstelle für Zahnnotfälle. Vergebens.

Letztlich blieb mir nichts anderes übrig, als ein gutes Schmerzmittel mitzunehmen und bis zum nächsten Morgen zu warten…

Also ging es zurück in unsere wunderschöne Unterkunft und ich kuschelte mich flott ins Bett, nachdem Püppilotta wohlig eingeschlafen war.

Am nächsten Tag rief ich erst einmal meine Krankenkasse an, um zu fragen, was ich im Ausland beachten müsse. Dort bekam ich ein „Go“, um mir eine Praxis zu schnappen, die mich notfallmäßig behandeln würde. Ich müsse nur wahrscheinlich vor Ort bar bezahlen…

Tja, so viel Geld hatten wir nicht eingeplant, aber zum Glück sprang ein Freund von uns spontan ein uns lieh uns 400 Schweizer Franken.

Damit fuhren wir in die Zahnklinik mitten in der Altstadt.

Dort wurde ich sehr, sehr freundlich empfangen, musste nur ein Blatt mit Fragen ausfüllen und kam promt nach nicht einmal zehn Minuten zwischen den anderen Patienten dran.

Jetzt könnte man meinen, dass der Zahnarzt mich auch ebenso „zwischendurch“ behandeln würde.

Dem war ganz und gar nicht so.

Nach einem Röntgenbild erklärte er mir sehr ausführlich und geduldig die Sachlage:
Man würde das abgebrochene Stück rausziehen und dann sehen, ob man den Rest des Zahnen noch retten könne…

Ich tendierte mit meinem Bauchgefühl dazu, das alte, olle Ding rauszuholen, da ich den Gedanken, einen toten Zahn im Mund zu haben schon die letzten Jahre immer sehr unangenehm fand (Wurzelbehandlung).

Und die Frage erübrigte sich auch, als der Zahnarzt meinen Zahn, bzw. das, was übrig blieb, von innen sah:

Es war ein Haufen Unglück auf einem Quadratzentimeter, alles war marode und ziemlich eklig. Da frage ich mich, warum sämtliche Zahnärzte die letzten fünf Jahre immer nur den Kopf schüttelten und den Zahn für „gut“ bewerteten, wobei mein Gefühl ins Gegenteil tendierte…

Nun ja. Es blieb also nur noch eine Extraktion übrig.

Ich bekam also noch drei Spritzen und dann ging es auch schon los.

Details erspare ich Euch, aber so viel sei gesagt: Das „Ding“ war hartnäckig und ein Mammutprojekt. Der Arzt musste wirklich lange schuften, um die erste Wurzel zu ziehen. Die letzte Wurzel wurde sogar herausoperiert, weil sie bei jeder Berührung zerbröselte.

Am Ende war ich jedoch sehr, sehr erleichtert, dass dieser Schatten in meinem Körper endlich raus ist.

Der Arzt war mega freundlich und spritzte mir sechs mal weitere Betäubungen ohne Spott und Murren.

Dadurch war das ganze zwar nicht gerade schön, aber keineswegs schmerzhaft. Von Horror kann also keine Rede sein, mein größter Zahnarzt-Albtraum wurde wahr und entpuppte sich als aushaltbar…

Nach fast zwei Stunden konnte ich die Praxis glücklich wieder verlassen:)

Am Nachmittag hatten wir das Babytalk-Meeting, welches sehr spannend war. Und danach gingen wir erneut in das tolle Restaurant vom Vorabend, dieses mal konnte ich mein Essen sogar richtig genießen (Spagetti, die ich klein schneiden und so am Abend schon essen konnte…). Schmerzen hatte ich kaum. Und am nächsten Tag sogar gar keine mehr!

Mein Gesicht wurde weder blau noch dick, der komische Geschmack im Mund verblasste und heute ist es fast so, als wäre nichts passiert.

Ich bin wirklich gespannt, wie sich dieser Eingriff auf meinen gesamten körperlichen und mentalen Zustand auswirkt. Denn eine ekelige Leiche im Mund zu haben KANN ja nicht gesund sein, ich vermute, dass meine Müdigkeit und die Bauchprobleme sich ein Stück weit bessern werden:)

Übrigens ging an dem Tag, an dem mein Zahn durchbrach auch mein Handy kaputt:

Somit war ich bis gestern Abend ohne Handy unterwegs. Einerseits sehr befreiend und stressminimierend. Andererseits auch schade, ich hätte so gerne mehr Fotos auf Instagram geteilt… Auch auf der Rückfahrt nach Hause fehlte es, denn auf meinem Handy waren ja die Hörbücher für Viki:-(

Dieses Foto ist übrigens mein Lieblingsbild von unserem Kurztrip in die Schweiz:

 

Es zeigt genau das, was uns die Zeit dort immerzu begleitete: An jeder Ecke etwas zu sehen und ganz viel gemeinsame Zeit mit Püppilotta, die es sehr genoss, vermehrt im Mittelpunkt zu stehen (sie wickelt ja echt jeden um den Finger…).

So, ich lege mich noch einmal ins Bett, ich bin irgendwie total k.o., obwohl ich keine Schmerzen habe…

Liebe Grüße!
Eure Mira


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