Buchcover "Glaube, Liebe, Tod"

Rezension – „Glaube, Liebe, Tod“ von Peter Gallert und Jörg Reiter

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Ich freue mich, dass ich Euch wieder mal einen richtigen Krimi nach meinem Geschmack vorstellen kann. Er besitzt eine ganz eigene Spannung, die nicht durch Aktion ausgelöst wird. Wie auch immer, hat er mich von der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Und zudem ist es noch ein „Regionalkrimi“ aus der Zentrum des Ruhrgebiets. Also quasi um die Ecke. So was ist neben einem starken Espresso die beste Medizin an einem regnerischen Sommertag.

Worum geht´s?

Der Polizist Walter Keunert steht auf der falschen Seites des Geländers einer Duisburger Rheinbrücke. Der Polizist muss nicht einmal springen, nur loslassen. Seelsorger Martin Bauer kann ihm sein Vorhaben zwar nicht ausreden. Aber er überrumpelt ihn. Bauer springt zuerst und zwingt Keunert so, ihn zu retten. Ganz nach dem Weihnachtsklassiker „Ist das Leben nicht schön?“ mit James Stuart und Donna Reed in den Hauptrollen.

Doch wenige Stunden später wird Keunert tot aufgefunden. Bauer macht sich schwere Vorwürfe. War er zu sehr von sich überzeugt? Hat er versagt? Oder war der Tod des Mannes gar kein Selbstmord?

Ein Gedanke, der bei Polizeidirektor Lutz einen Wutanfall auslöst. Denn Keunert hatte seiner Ansicht nach allen Grund, sich selbst zu richten – gegen ihn wurde wegen Bestechlichkeit ermittelt.

Der Tod des Polizisten stürzt seinen halbwüchsigen Sohn Tilo in eine schwere Krise. Das der Vater, der früher sein Held war, sich hatte schmieren lassen ahnte Tilo seit langem. Der Selbstmord ist für ihn die Bestätigung und der finale Verrat. Tilo verachtet seinen Vater. Bauer sieht die selbstzerstörerische Verzweiflung des Jungen.

Um eine Antwort auf diese Frage zu finden, ermittelt der Seelsorger auf eigene Faust mit unsteter Rückendeckung der jungen Hauptkommissarin Verena Dohr. Und gerät in einen Sumpf aus alten Loyalitäten, schmutzigen Liebesaffären und knallharter Bandenkriminalität.

Auszug

Hauptkommissarin Verena Dohr: „Ich respektiere Ihre Intuition, das tue ich wirklich. Meistens jedenfalls. Aber ich bin Kriminalbeamtin, und manchmal nerven Sie mich. Keunerts Tod ist für mich ein Suizid, solange ich keine Beweise für das Gegenteil habe. Auf meinem Tisch liegen genug ungeklärte Tötungsdelikte, auch ohne dass ich welche erfinde.“

Martin Bauer: „Ich habe nie behauptet, dass er ermordet wurde.“

„Schön, dass Sie das so sehen.“

„Theoretisch wäre es aber möglich.“

„Jetzt zum Bespiel.“

„Was?“

„Nerven Sie.“


Ich bin schon gespannt auf den nachfolgenden Krimi „Tiefer denn die Hölle“, dessen Erscheinen für den Mai 2018 geplant ist.

Viel Spaß und Spannung wünscht Euch

Euer Krimiliebhaber Deva


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