Erziehung – Einschlafprobleme von Kleinkindern

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Tina Kayser / pixelio.de
Tina Kayser / pixelio.de

Nach meinen vielen schlafreduzierten Nächten mit einem schnarchenden und Schnuller schmatzenden Kleinkind neben oder auf meinem Bett, habe ich mir gedacht mal etwas über die Einschlafprobleme von Kleinkindern zu schreiben. Doch anstatt ihn selber zu schreiben, habe ich mich entschieden einen Erfahrungsbericht einer Mutter hier zu posten. Viel Spaß beim Lesen.


Dass „Erziehen“ nichts mit dem Einüben oder Abgewöhnen von (un)erwünschten Verhaltensweisen zu tun hat, hatte ich vor einigen Jahren schon von meinem Hund gelernt, der mit meiner auf vielen Übungen basierenden Erziehung nichts anfangen konnte und auf den ich mich erst richtig verlassen konnte, nachdem ich mich entschieden hatte, wirklich seine „Rudelführerin“ zu sein.

In letzter Zeit habe ich mich in verschiedenen Sitzungen mit Deva mit Konflikten und Problemsituationen auseinandergesetzt, die im Alltag mit meinen beiden kleinen Kindern aufgetreten sind, und dabei mehrmals auf sehr beeindruckende Weise erfahren, wie sich eine klare innere Haltung auf die „Erziehung“ von Kindern auswirkt bzw. wie eine Einstellungsänderung zu einem veränderten Verhalten von Kindern führen kann. So hat sich beispielsweise ein für mich extrem belastendes „Schlaf-Problem“ meiner Tochter fast wie von selbst gelöst.

Die Situation sah für mich so aus: Meine 1,5 Jahre alte Tochter hatte seit ihrer Geburt so gut wie in keiner Nacht mehr als 3 Stunden am Stück geschlafen. Die erste Nachthälfte verbrachte sie in der Regel in ihrem Bett, danach konnte ich sie nach den Mahlzeiten meistens nicht wieder dorthin zurücklegen, sondern sie schlief dann in meinem Bett – neben mir, an mich gekuschelt oder auch auf mir liegend. Da ich mittlerweile meine Arbeit wieder aufgenommen hatte und tagsüber fit sein musste, wurde dieses Verhalten für mich zunehmend zum Problem. Devas erste Reaktion auf meine Schilderung des „Schlaf-Problems“ war für mich überraschend: „Willst du das Kind nicht endlich mal in Ruhe schlafen lassen?!“ –

Die Erkenntnis, dass in der Tat ICH und nicht meine Tochter der Schlüssel war, stellte sich bei mir nicht sofort ein. Dass ein Kind in dem Alter natürlich nicht verhungert, wenn es nachts mehr als drei Stunden ohne Milch auskommen muss und sich im Gitterbett direkt neben mir wahrscheinlich auch nicht allein oder im Stich gelassen fühlt, war sicherlich keine große Neuigkeit für mich. Umso erstaunlicher war, dass meine Tochter direkt in der folgenden Nacht allein in ihrem Bett schlief. „Es ist noch zu früh für Milch“ reichte, damit sie sich ganz schnell beruhigte und wieder schlafen legte.

Ich hatte es nach der Sitzung mit Deva geschafft, die Gefühle, die das weinende Kind bei mir auslöste, nicht mehr automatisch mit denen meiner Tochter gleichzusetzen, sodass ich ihr offenbar mit viel größerer Souveränität vermitteln konnte, dass die Situation so wirklich ok war. Es folgten einige weitere Nächte, in denen sie meine neue Haltung mehr oder weniger vehement auf die Probe stellte und schließlich die Erkenntnis, dass die Lösung wirklich so „einfach“ gewesen war. Für die auf diese Weise zurückgewonnene und nun schon selbstverständlich gewordene Nachtruhe bin ich Deva sehr dankbar.

Die gleiche Erfahrung konnte ich machen, als es darum ging das meine Tochter allein bei der Tagesmutter blieb. Obwohl ich mehrere Tage mit ihr zusammen dort war, konnte ich nicht mal das Zimmer verlassen ohne, dass sie zu schreien begann. Als ich mit Deva meine bei ihrer Geburt aufgekommene Überzeugung „Sie schafft es nicht.“ bearbeitete, konnte ich am nächsten Tag ohne Probleme die Wohnung ihrer Tagesmutter verlassen.
Mittlerweile kann ich sehen, dass eine „unaufgeräumte“ Gefühlswelt meinerseits entsprechend auch dazu führen kann, dass meine Tochter wieder häufiger und länger weint. Ich habe dann die Möglichkeit, meine Einstellung zu korrigieren anstatt das „Problem“ meiner Tochter zuzuschreiben – und es klappt meistens!

 

Der Weg zu Dir
Der Weg zu Dir

Liebe Grüße Euer Deva

Ps. Wir freuen uns noch immer auf Kommentare, Fragen oder Anregungen von Euch 😉


3 Comments

  • Badewannensitz Baby Team

    9. Januar 2016

    Über diese Probleme können Eltern Geschichten erzählen :D.

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  • Florian

    5. Februar 2016

    Danke für den offen geschriebenen Artikel. Ein weiterer Beweis, dass die Gedanken der Eltern und die innere Einstellung/Haltung in der Erziehung eine entscheidende Rolle spielen. Das Verhalten des Kindes ist ein unmittelbarer Spiegel der eigenen Gedanken und Verhaltensweisen. Es lohnt sich also an den eigenen Glaubenssätzen zu arbeiten um auch seinen Kindern das leben angenehmer zu machen. Diese Erkenntnis erfreut mich.

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