Musik-Leistungskurs – und damit hast du dir dein Abi erkauft?

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Huhu Ihr Lieben,

heute melde ich mich recht spät, da ich bis eben das Layout unseres Blogs zusammen mit Deva verändert habe.

Nun findet ihr alles viel übersichtlicher, und es ist einfach vieeeel schöner geworden!:)

Also: Fühlt Euch wie zu Hause!!!

Die Überschrift lässt schon erahnen, worum es in diesem Post geht: Um mein Abitur, das ja nun eigentlich schon so lange zurück liegt (10 Jahre!!! – vor 10 Jahren habe ich meine erste schriftliche Prüfung gehabt), dass man sich nicht mehr groß damit auseinander setzt…

Es ist unglaublich, dass diese Zeit schon zehn Jahre zurück liegt! Und seit dem ist so viel passiert, dass man sich ab und an gerne mal an diesen Zeitpunkt zurück wünscht. Der Zeitpunkt an dem man noch bei seinen Eltern wohnte, alle beruflichen Wege offen hatte und die erste große Prüfung bestanden hat.

Ich träume seit einigen Monaten regelmäßig davon, dass ich erneut mein Abi machen muss, und in die elfte Klasse eingeschult werde *prust*. Und in allen diesen Träumen habe ich vergessen, dass ich ja mein Abi schon in der Tasche habe.

Vielleicht liegt dies daran, dass ich oft das Gefühl habe, das Abitur „erschlichen“ zu haben, es also unverdient zu haben…

Und das liegt vor allem daran, dass ich oft aus dem Umfeld gesagt bekam, dass man mit meinen Leistungskursen ja das Abitur nur „ergaunert“, nicht erarbeitet.

Damit möchte ich heute aufräumen. Denn egal wo und mit welchen Fächern man sein Abitur mach, in meinen Augen ist es für alle Schüler eine Herausforderung.

Welche Leistungskurse (LK´s) hatte ich?

– Musik, Englisch und Physik (ja, in RheinLand-Pfalz hat man DREI Leistungskurse)

Foto: birgitH / pixelio.de
Foto: birgitH / pixelio.de

Und wenn ich sage, dass einer meiner LK´s Musik war, beginnen viele laut loszulachen.

„Mit MUSIK hast du dein Abi gemacht???! – Na, das kann ja jeder!!!“ ist ein Standardspruch.

So. Und nun möchte ich ein für alle mal klarstellen, dass Musik eben NICHT nur Singen und ein wenig Biografieunterricht ist.

Um genau zu sein, haben wir uns hauptsächlich mit ziemlich mathematischen Themen beschäftigt.

Wer also meint, dass Musik als LK nicht ernstzunehmen ist, kann gerne mal folgende Übungen absolvieren:

 

  • Ein Lehrer sitzt am Klavier und spielt eine Melodie. Du schreibst mit. Ja, das nennt man Diktat. Und nein, du bekommst keine dritte Chance. Beide Stimmen müssen notiert sein.
  • Nach dem Generalbaß wird ein Choral komponiert. Dafür gilt es, sämtliche Regeln der Harmonie zu beachten. Aber trotzdem ein Lied zu schreiben, kein Tamtam. Die Regeln der Harmonielehre kann man mit ein wenig Rechnen abgleichen. Man ist also bei jedem einzelnen Ton am abtasten, was man überhaupt darf. Und viel bleibt selten übrig.
  • Und ja, wir haben gesungen. Und zwar vom Blatt. „Vom Blatt singen“ heißt, dass man Noten in die Hand gedrückt bekommt, die man sofort, ohne Klavierbegleitung vorsingt. Es hat keiner vorher die Melodie vorgesungen oder -gespielt.

Austoben durften wir uns in der tollen modernen Musik. Denn die Zwölftontechnik ist dann wirklich nur noch rechnerisches Komponieren, denn hier soll es schräg klingen. Man nennt das dann „atonal“. Und das ist wirklich komisch.

So, ich denke, ich konnte es verdeutlichen, dass man im Musik-LK wirklich arbeitet.  Jeder sollte die Chance haben, seine Talente auch in der Schule zur Geltung zu bringen.

Und zur Beruhigung aller, die selber überlegen, das Fach zu wählen:
Wir hatten ungemein viel Spaß!!! 🙂

 

Liebe Grüße!
Eure Mira

 

 


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