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Motorische Entwicklung von Kindern

Heute haben wir einen Gastbeitrag von Martin für Euch, den ein lieber Bloggerkollege, den ich schon seit Jahren kenne, für uns bereit gestellt hat:) Es geht hier um die motorische Entwicklung von Kindern, ein besonders heikles Thema:

 

Die motorische Entwicklung von Kindern fördern – Fein- und Grobmotorik   

Es ist überall zu lesen und ein jeder betet es jungen Eltern vor: Kinder müssen richtig gefördert werden und Spielzeug kann dazu einiges beitragen. Doch wie funktioniert das und welches Spielzeug kann dazu genutzt werden, um die Motorik der Kinder zu fördern?

Nicht unter- oder überfordern!

Wichtig ist, dass ein wichtiger Grundfaktor stets beachtet wird: Das Kind sollte nicht unter- aber auch nicht überfordert werden. Eltern sollten sich darüber klar sein, was sie ihrem Kind zutrauen können und was nicht. Ein jedes Kind verhält sich anders und was die Altersangaben auf den Spielzeugen angeht, so handelt es sich dabei stets nur um eine Empfehlung für die Eltern. Des Weiteren sollte auch nicht ausschließlich darauf geachtet werden, wie das Spielzeug aussieht, denn Glitzer und Neonfarben bedeuten nicht, dass dieses Spiel pädagogisch wertvoll ist.

Wenn es um die richtige Auswahl von Spielzeug geht, dann stehen andere Qualitätsmerkmale im Vordergrund, die dabei helfen, das richtige Spielzeug auszuwählen. Durch das TÜV-Prädikat „Ausgezeichneter Spielwert“ wird angegeben, ob das Spielzeug für die Altersgruppe passend ist und ob die Kinder in diesem Alter richtig gefördert werden. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Gütesiegel „Spiel gut“, das von der Verbraucherberatung vergeben wird.

 

Spielzeug hat viele Eigenschaften

Kinder haben Freude am spielen und sie entdecken und experimentieren gern. Von vielen Spielzeugen werden die individuellen Fähigkeiten der Kinder gefördert. Zahlreiche Spielzeuge können verschiedenen Spielzeugarten zugeordnet werden. Einige davon sind bestens dazu geeignet, die Motorik der Kinder zu fördern.

 

Aktivitätsspielzeuge und Kinderfahrzeuge (bspw. Laufräder oder Erstfahrzeuge)

Mit diesen Spielzeugen ist der Förderschwerpunkt die Grobmotorik, wobei zugleich auch der Gleichgewichtssinn trainiert wird, ebenso wie die Geschicklichkeit und die Koordination.

Bei den Feinmotorikspielzeugen handelt es sich vor allem um:

  • Motorikschleifen
  • Hammerbänke
  • Steckspiele
  • Bausteine
  • Diverse Lernspielzeuge

Die bunten Farben, das Ertasten der Spielzeuge und auch zum Teil die Geräusche die ertönen regen zugleich die Wahrnehmung an. Das Malen und Basteln ist ein wichtig in Hinsicht auf die Feinmotorik. Dabei können die Kinder die ersten Erfahrungen mit Buntstiften und Fingerfarben machen. Die älteren Kinder können mit Ton, Maisgrieß und Knete experimentieren und mit Bunt-, Filz- oder Wachsmalstiften malen.

Kinder im Alter über drei Jahren verfeinern ihre Motorik mit Spielen wie Bügelperlen, Fädelspiele oder Hämmerchenspiele. Die Mädchen sind besonders an den Fädelspielen interessiert wie bspw. Herstellung von Ketten, Webrahmen, mit denen Taschen oder Decken selbst gestaltet werden können oder Bügelperlen.

 

Kinderfahrzeuge:

Es gibt einige Kinderfahrzeuge, die bereits für Kinder im Alter ab einem Jahr gedacht sind. Diese „Erstfahrzeuge“ sind äußerst standfest und kippen nicht so leicht um. Damit wird den Kindern ein sicheres Fahrgefühl gegeben, wodurch den Kindern zugleich die Möglichkeit geboten wird, mit ihrem Fahrzeug zu experimentieren.

Die Kinder üben mit diesen Fahrzeugen ihre Beine richtig zu bewegen, damit sie vorwärts kommen und machen zugleich auch die ersten Erfahrungen mit dem Lenken. Durch ein Erstfahrzeug wird die Motorik der Kinder gefördert und die Beinmuskulatur gestärkt, da das Kind sich fortbewegen muss. Des Weiteren werden der Gleichgewichtssinn und die Körperwahrnehmung angeregt.

Besonders beliebt sind bei den Eltern und Kindern die Bobby Cars, ebenso wie die Laufräder. Letztere sind für Kinder ab zwei Jahren erhältlich. Vor allem die Laufräder fördern die Motorik und die Beweglichkeit der Kinder, wobei sie zugleich das Reaktionsvermögen, die Koordination, die Geschicklichkeit, den Gleichgewichtssinn und die Warnung fördern.

Das zeigt, dass diese Kinderfahrzeuge für die Entwicklung aufgrund ihres hohen Förderpotenzials sehr wichtig sind. Zugleich bereiten sie den Kindern auch sehr viel Freude und Spaß. Die älteren Kindern hingegen können auf Roller und Fahrräder umsteigen, da mit dem Laufrad die motorischen Grundlagen gelegt wurde, die für das FAhrrad- und Rollerfahren notwendig sind.

 

Schaukeltiere – förderlich für die Motorik und die kindliche Entwicklung

Bei einem Schaukeltier ist eines besonders positiv: es sind Bewegungen erforderlich. Dadurch wird zum einen die Muskulatur stimuliert und aufgebaut und zum anderen wird die grundmotorische Entwicklung gefördert. Diese kommt vor allem Kindern zugute, die sich im Vorschulalter befinden. Spielerisch können die Kinder auf dem Schaukeltier ihre motorischen Fähigkeiten erlernen und ihren Gleichgewichtssinn trainieren. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Schaukeltiere: das klassische Schaukelpferd oder die Baby-Schaukeltiere, aus Holz, Plüsch oder Plastik.

 

Spielzeuge für Babys

Zwar verfügt ein neugeborenes über einen Greifreflex, aber erst mit der Zeit entwickelt sich das „Festhalten“. Die kleinen sind bereits im dritten und vierten Monate in der Lage, Handlungen nachzuahmen, wie bspw. das Bewegen oder Verstecken von Objekten. Sie beginnen zu krabbeln und sammeln neuen Eindrücke, indem die Umgebung erkundet wird. Damit die Motorik in dieser Lebensphase verbessert werden kann, eignen sich die Greif- und Spieltrainer. Diese fordern das Baby immer wieder mit neuen Bewegungen heraus, denn nur so können die vielen Greiflinge erreicht werden. Auf spielerische Weise wird so die Sinneswahrnehmung des Kindes trainiert, die Konzentration gefördert und die Hand-Auge-Koordination geschult. Zudem wird auch der Tastsinn aufgrund der unterschiedlichen Oberflächen des Spielzeuges gefördert.

Das zeigt, dass es mit dem richtigen Spielzeug möglich ist, die Motorik der Kinder zu fördern. Doch es muss aufgepasst werden, dass das alles nicht in Zwang ausartet und das Kind am Ende die Lust am Spielen verliert. Das beste ist es, das Kind entscheiden zu lassen, was es spielen möchte, denn schließlich kennt es sich selbst am besten.

 

Foto:  Marharyta Kovalenko / shutterstock

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