Angst vor Verantwortung

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"MAMAAAAAA! BAUCH WEH!!! (...), BEIN WEEEEH (...), ARM WEEEEH!!!"

Mit diesen Worten werde ich heute zu 80% ans Bett der kleinen, erkälteten Püppilotta gerufen. Sie hat eine dicke Erkältung, Fieber und ist einfach nur quengelig und braucht viel Zuwendung.

Die ich ihr auch mit aller größter Liebe gebe:)

Aber leider gehört es zum Mutterdasein auch, dass, man neben Kuscheln, Tee kochen und einem liebevollen Durch-die-Haare-Streichen FIEBER MISST, ZÄPFCHEN VERABREICHT oder MEDIZIN EINFLÖßT…

Oft gegen den Willen des kleinen Patienten…

Und das ist ein Akt, der mir immer wieder so vorkommt, als müsste ich mein eigenes Kind vergewaltigen. Ich halte sie an den Armen und Beinen fest, wenn ich ihr ein Zäpfchen verabreiche. Und leider kann sie in dem Moment nicht wissen, dass ich es aus aller größter Liebe tue.

 

Oder: Ich zwinge sie, den Hustensaft zu nehmen, da sie wegen dem nervigen Husten nachts schon weint. Dass ich es mache, weil es ihr hilft, ist in dem Moment nur einem von uns beiden klar. Und zwar mir.

Also bleibt immer wieder das bittere Gefühl von Grenzüberschreitung in mir zurück, obwohl ich weiß, dass ich die einzige von uns beiden bin, die den Sinn der Prozedur kennt.

Zum Glück dauert es im Normalfall keine zwei Minuten bis Püppilotta die Wut gegen mich vergisst und wieder angekuschelt kommt:)

Kennt ihr das komische Gefühl, wenn man seinem Kind hilft, indem man eine sog. „unpopuläre Entscheidung“ trifft???

Liebe Grüße

Eure Mira

P.S.: Der Artikel von Deva erklärt verständlich, warum es wichtig ist, dass wir Eltern die Kinder führen, auch wenn es dabei nicht immer nach dem kleinen Köpfchen geht.

Unsere Kinder brauchen unsere Führung

 

 


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