Von der Freiheit, für begrenzte Zeit das Kind los zu sein…

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Liebe Leser,

heute bin ich schrecklich traurig, denn Püppilotta ist seit gestern vorerst bei ihrem Papa, da ich ja am Donnerstag operiert werde, und dann erst einmal stationär im Krankenhaus aufgenommen werde.

Um ehrlich zu sein, muss ich ziemlich oft weinen. Es ist seltsam leer, still und ruhig ohne den blonden Wirbelwind hier.

Deswegen werde ich mich nun einmal an eine Art Aufsatz machen, und mir die Vorzüge dieser Zeit vor Augen führen…

Mal sehen, ob es zur Aufmunterung reicht:)

Also, fangen wir ganz früh, heute morgen an:

Nachdem der Wecker klingelte, musste ich nur mich selber duschen und anziehen, und niemanden wickeln und beschäftigen. Okay, das war kurz sehr entspannend.
Jedenfalls bis wir ins Auto stiegen (für ein Frühstück, auf das wir mit Püppi nicht verzichtet hätten, reichte die Zeit einfach nicht…).. Im Auto fiel mein Blick auf die leergefegte Rückbank. Kein Geplappere von Hinten. Keine Tritte in den Beifahrersitz.

– Verdammte Kacke. Ich vermisse sie…

Dann konnten Deva und ich ganz schön entspannt in der Klinik auf meinen Termin warten…

– Ganz schön langweilig:(

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In Gedanken bin ich einfach IMMER bei ihr…

Dort hatte ich mein Vorgespräch mit dem Anästhesisten. Da muss ich gestehen, war es sehr angenehm, dass niemand auf mir oder Deva herumturnte, denn Deva war mit in dem Gespräch, allein schon, weil er mich bis zur Schleuse zum Operationssaal begleiten wird, weil ich so eine wahnsinnige Angst habe.

– An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass ich ganz froh darüber bin, dass Püppilotta diese Ängste nicht mitbekommt. Schließlich kann sie das alles mit ihren drei Jahren noch nicht einschätzen, und würde unnötig belastet werden.

Nun sitze ich in der Küche, ihr Platz mir gegenüber ist leer…

Und da kommen mir wieder fast die Tränen.

Ach Mensch, wir Mütter sind wahrlich nicht dafür gemacht, lange von unseren Mäusen getrennt zu sein…;)

… Wäre ich da weniger sensibel, könnte ich jetzt einfach mal folgende Möglichkeiten auskosten:

  • In Ruhe ein Buch lesen zu können
  • In der Wanne liegen zu können, ohne dass eine süße Maus beschließt, dass sie auch dringend baden muss (nach einem Tag^^)
  • Im Bett liegen können, ohne dass jemand kleines auf mir turnt
  • Fernsehen können, so lange wie ich will (und kein schlechtes Gewissen haben zu müssen, weil sich jemand langweilen könnte
  • Eigentlich der richtige Zeitpunkt um in Ruhe ein paar vorweihnachtlichen Erledigungen nachzugehen;)
  • seit Jahren mal wieder: die Nägel lackieren!!! Das traue ich mich kaum, da ich bisher immer Schrammen und Macken in den Lack bekam, bevor er ausgetrocknet war^^
  • Im Bett ausbreiten können, ohne an kleine Füße zu stupsen oder von einer Hand im Gesicht geweckt zu werden

 

Tja. Mal sehen, wie viel ich davon schaffe, umzusetzen. Welche Tipps habt ihr für meine kindfreien Tage?

Liebe Grüße

Eure Mira

 


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