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Rezension „Das Schweige Mädchen“ von Elisabeth Norebäck

Für einen kurzen Moment ist Stella unaufmerksam, in diesem Augenblick verschwindet ihre kleine Tochter Alice. Spuren weisen darauf hin, dass sie ertrunken ist, woraufhin sie für tot erklärt wird. Zwanzig Jahre später hat Stella ihr Leben wieder im Griff.

Sie arbeitet als Psychotherapeutin und hat eine neue Familie. Als eines Tages eine junge Frau in ihre Sprechstunde kommt, ist Stella überzeugt, dass es sich um ihre tot geglaubte Tochter handelt. Die Begegnung ist der Auftakt einer gefährlichen Reise in die Vergangenheit. Stella will um jeden Preis herausfinden, was damals wirklich geschehen ist. Ist sie auf dem besten Wege verrückt zu werden oder soll sie ihrem Instinkt vertrauen?

Stella: Ich habe mir immer vorgestellt, dass ich sie finde. Nicht, dass sie mich aufsucht. Vielleicht aus Neugierde, um zu sehen, wer ich bin. Vielleicht um mich anzuklagen, damit ich es niemals vergesse.

Vielleicht um sich zu rächen.

Es hat mich Jahre gekostet, mein Leben wieder auf die Reihe zu kriegen, dorthin zu gelangen, wo ich heute bin. Doch auch wenn ich all das Geschehene hinter mir gelassen habe, habe ich nicht vergessen. So etwas kann man nicht vergessen, niemals.

Ich liege auf dem Boden. Die Beine angezogen, die Arme um die Knie geschlungen. Atme ein. Atme aus.

Fazit

Ein manchmal in die Länge gezogener, aber auch aufwühlender Roman, der erst ganz zum Schluss zum Thriller wird.

Da ich immer das Gefühl für die „Wahrheit“ hatte und nicht wirklich viel passierte, schaffte die Geschichte es nicht, mich in ihren Bann zu ziehen. Auch wenn die psychologischen Beschreibungen Tiefe in die inneren Gefühlswelten und äußeren Beziehungen der handelnden Personen brachte, passierte mir zu wenig.

Erst auf den letzten 100 Seiten, als sich die Ereignisse fast überschlugen, wurde es ein Thriller und ließ mich nicht mehr los.

Zu seiner Verteidigung muss ich sagen, dass ich während dem Lesen selber mit der Fertigstellung unseres zweiten Buches beschäftigt war.

Ich hoffe ich habe keine interessierten Leser abgeschreckt und würde mich sehr über euren Eindruck von diesem Roman lesen. Gleich hier im Kommentar.

Euer Deva

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