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„Gschlamperte Verhältnisse“, von Felicitas Gruber

Ein Toter kommt selten allein.

Ein Leichenfund am idyllischen Isarstrand sprengt nicht nur die Taufe von Spikes kleiner Tochter, sondern ruft sofort die Münchener Kripo inklusive Rechtsmedizin auf den Plan.

In der Wohnung des Opfers finden Dr. Sofie Rosenhuth und Hauptkommisar Joe Lederer Statuen und Kultgegenstände aus einem Kirchenraub und sogar drei Schädelreliquien.

Sofie schaltet ihre alte Schulfreundin Dr. Maria Hierlmeier ein, die sich als Leiterin des Diözesanarchivs mit „Heiligem“ bestens auskennt – und Joe unwiderstehlich findet.

Dann der Schock: Die Fundstücke sind keineswegs mittelalterlich, sondern datieren aus der Gegenwart.

Wer sind diese drei toten Frauen – und wer hat sie ermordet?

Aber es bleibt nicht bei diesen drei Frauenschädeln. In Charly Loessls neuem Haus bringt ein unverwechselbarer Geruch Sofies Nasenflügel zum Kribbeln. Die Jägerin in ihr ist erwacht und so hat Sofie bald Gewissheit, was sich dort in den Kellerräumen verbirgt.

Und was ist los mit Sofies Chefin Dr. Elke Falk? Dr. Iglu sucht auf der Dating-Plattform „Mein Hund & Du“ nach dem Mann fürs Leben und mutiert dabei zu Dr. Hot. Sakrisch gefährlich, denn diese Art der Partnersuche kann mörderische Folgen haben …

Auszug

… „Nebendran is a oaner fürs Grobe – ihr wissts scho: Gas, Scheiße, Licht, wia ma so sagt. Irgendwas mit Kern. Na ja, des werdts scho finden!“

Es hörte sich an, als zöge er sich gerade eine große Portion Schnupftabak in die Nase.

„Der Keidel selber, der is wahrschlich bei seiner Schicksn, der Geli Wenzl in der Heßstrass irgendwas, da san lauter so mickrige Appartments, oans neben dem anderen. Des Madl is a bissl bläd, die is sicher ordentlich gemeldet … Warum i eich des ois verrat? Weil i koane Mörder ned mog. Leben und Leben lassen, des is mei Motto – immer schon gwesn.  …

Die Autorinnen

Gschlamperte Verhältnisse Autorinnen

Felicitas Gruber ist  das Pseudonym der Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und begeistert seit vielen Jahren mit ihren historischen Romanen ihre zahlreichen Leserinnen und Leser. Gesine Hirsch ist Kunsthistorikerin und entwickelte die erfolgreiche Serie „Dahoam ist Dahoam“ für das bayrische Fernsehen mit.

Beide Autorinnen leben in München, wo auch ihre Krimireihe mit der sympathischen Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth spielt.

Fazit

Dieser ungewöhnliche Krimi schleicht auf „leisen Sohlen“ dahin. Direkt mit der Entdeckung der ersten Leiche kommt eine leichte Spannung auf, die bis zum Ende immer mehr zunimmt und einen bis zur Aufklärung der Fälle bannt.

Ich wünsche allen der „bayrischen Mundart“ mächtigen viel Spaß beim Lesen. Mir hat es dabei sehr geholfen und auch viel Spaß gemacht diese Passagen „laut“ zu lesen. (Wusste bis dahin gar nicht, dass das man „bayrisch“ schreiben kann 😉

Euer Deva

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